FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Sieltec-Geschirr:


Bei unseren Messe- und Turnierauftritten stellen die Menschen oft die gleichen Fragen:

Inhalt

Welche Größe ist die Richtige?
Wie verstellt man das Geschirr denn?
Und das hält?
Geht es denn nicht noch einfacher mit dem Verstellen?
Wie belastbar ist das denn?
Ja, drückt das denn nicht?
Scheuert das nicht?
Ist das denn auch auf Turnieren zugelassen?
Ist es zum Einfahren geeignet?
Für welche Pferde gibt es Sieltec-Geschirre?
Was ist, wenn ich mich vermessen habe, mein Pferd zu- bzw. abnimmt, vielleicht auch noch etwas wächst oder ich mir ein ähnlich gebautes Pferd hinzukaufe?
Und wenn was kaputt ist?
Kann man das Sieltec-Geschirr auch mit Leder-leinen fahren?
Kann man mit dem Selette Ein- und Zweiachser fahren?
Was ist mit der Wirbelsäulenfreiheit?
Kann man das Geschirr ein- und zweispännig nutzen?  

Kann man das Brrustblatt vom Geschirr auch als Skijöring verwenden? Und umgekehrt? 

Wie lange gibt es das Geschirr denn schon?

Hat das Geschirr eine Sollbruchstelle?
Kann man das Geflecht im Notfall durchschneiden?
Kann es Verbrennungen geben?
Vielleicht noch ein paar Bemerkungen zur "Maßanfertigung":

Welche Größe ist die Richtige?




Seitenanfang


Wie verstellt man das Geschirr denn?


Dazu können Sie hier einen kleinen Clip sehen und die dortige Beschreibung lesen. Es geht tatsächlich faszinierend einfach und stufenlos und führt dann in der Regel gleich zu einer weiteren ungläubig erstaunt hervorgebrachten Frage:

Seitenanfang


Und das hält?


Ja, das hält! Das hält sogar super. Aufgrund des "Strumpfeffektes", also durch das Zusammenziehen des Geflechtes, erhalten wir eine absolut strapazierfähige Verbindung, verstärkt noch durch unsere Sicherungshülsen.

Seitenanfang


Geht es denn nicht noch einfacher mit dem Verstellen?


Ja doch, wir haben natürlich in Zusammenarbeit mit unseren Kunden vieles weiterentwickelt und unter anderem in unsere moderne Technik auch altbewährtes, wie Schnallen, eingebaut. Das ist dann kurz gesagt unsere PLUS-Ausführung.

Seitenanfang


Wie belastbar ist das denn?


Das Geflecht ist extrem belastbar. Es kommt aus dem Segelsport und wird beispielsweise auch in der Forstwirtschaft benutzt. Ich verschone Sie hier mit Zahlenangaben, die die Bruchlast oder Reißfestigkeit angeben, da diese Ihnen nicht wirklich konkrete Vorstellungen vermitteln.
Soviel aus der Praxis: Mit Pferdekraft zerreißen Sie das Geschirr nicht. Wir selbst und viele unserer Kunden haben das Geschirr "Belastungstests" aller Art unterzogen, sei es beim Einfahren junger Pferde, bei Ackerarbeiten, beim Holzrücken oder bei privaten oder gewerblichen Planwagen(Kremser)-Fahrten, einstimmiges Urteil: DAS HÄLT!


Seitenanfang


Ja, drückt das denn nicht?


Nein, es drückt nicht! Durch die geschlossenzellige „Evazote“-Unterlage, erreichen wir eine optimale Druckverteilung der darauf positionierten Hohlgeflechte, so dass dieses Geschirr für die Pferde wesentlich angenehmer an der Brust anliegt als jedes andere Brustblatt.
Es ist nicht nur weicher, sondern auch vor allen Dingen flexibler und passt sich der Körperform besser an als ein „strammer dicker Lederriemen“.

Seitenanfang


Scheuert das nicht?


Nein, das scheuert nicht!
Das Geschirr ist so leicht (mit Sicherheit das leichteste Geschirr der Welt), dass sich das Pferd kaum daran scheuern kann, da unser „Jogging-Anzug“ nahezu jede Bewegung mitmacht und gleichzeitig so wenig Hautfläche bedeckt wie möglich.

Seitenanfang


Ist das denn auch auf Turnieren zugelassen?


Ja, man kann und konnte es inzwischen in allen Klassen ein- bis vierspännig im Marathon sehen, sogar bei den Deutschen Meisterschaften der Vierspänner.
In der Dressur allerdings kann es bei der Präsentationsnote zu gewissen Abwertungen führen.


Seitenanfang


Ist es zum Einfahren geeignet?


Jawohl, aller bestens sogar! Das junge Pferd akzeptiert es anstandslos auf Grund des geringen Gewichtes und im Falle eines Temperamentsausbruches hält alles bedingungslos.

Seitenanfang


Für welche Pferde gibt es Sieltec-Geschirre?


Ein Sieltec-Geschirr gibt es für jedes Pferd, in besonderen Fällen geht auch eine Maßanfertigung und so kann jede Besonderheit des Pferdes eingebracht werden. Vom Mini bis zum Shire, aber auch Esel, Rinder, Ziegen oder Hunde, wir haben schon alle ausgerüstet.

Seitenanfang


Was ist, wenn ich mich vermessen habe, mein Pferd zu- bzw. abnimmt, vielleicht auch noch etwas wächst oder ich mir ein ähnlich gebautes Pferd hinzukaufe?


Kein Problem, das Sieltec-Geschirr ist innerhalb gewisser Grenzen in alle Richtungen einfach und stufenlos verstellbar. Der Toleranzbereich ist größer als bei einem Ledergeschirr.

Seitenanfang


Und wenn was kaputt ist?


Rufen Sie uns an. In der Regel geht nichts kaputt und wenn doch, können Sie es selbst ändern oder Sie schicken es uns zu. Sie brauchen keinen Sattler mehr.

Seitenanfang


Kann man das Sieltec-Geschirr auch mit Lederleinen fahren?


Das Sieltec-Geschirr kann natürlich auch mit Lederleinen gefahren werden.

Seitenanfang


Kann man mit dem Selett Ein- und Zweiachser fahren?


Ja, unser Soft-Selett ist sowohl für einachsige als auch für zweiachsige Fahrzeuge geeignet. Es besteht aus weichem und elastischem Material, ohne einen starren Metallbügel im Innern und gleicht dadurch etwaige Spurdifferenzen hinreichend durch seine Eigenflexibilität aus. "Notfalls" geht das Selett im Ganzen mit.

Seitenanfang


Was ist mit der Wibelsäulenfreiheit?


Das weiche anschmiegsame Material drückt nicht auf die Wibelsäule, sondern verteilt das etwaige Gewicht auf die umliegenden Regionen und zwar flächig. Hinzu kommt noch, dass wir oft unser Gelerntes aus der Reiterei auf die Geschirrlehre übertragen. Ein Sattel jedoch hat ein wesentlich größeres Eigengewicht und darin sitzt noch der/die ReiterIn, da brauchen wir diese Freiheit schon eher, aber auch hier gibt es baumlose Sättel oder Pads die ganzflächig unter dem Sattel liegen. Als Beleg für meine Aussage: Wir haben sehr viele Geschirre die von Distanzfahrern benutzt werden und zwar bei Distanzrennen bis 160 km!

Seitenanfang


Kann man das Geschirr ein- und zweispännig nutzen?


Ja, und zwar sowohl auf der Grundlage des Ein- oder auch des Zweispänners.
Die jeweilige Option muss allerdings entsprechend eingerichtet werden (Option Kombi).

Das heißt im Detail:

  • Wenn ich ein Einspännergeschirr habe, mit dem ich zweispännig fahren möchte, fehlt mir in der Regel die Halskoppel. Bei unseren Geschirrlinien PLUS und MARATHON ist die Halskoppel schon standardmäßig enthalten. D.h. mit diesen Einspännergeschirren kann man sofort und ohne weitere Aufrüstung auch zweispännig fahren!  Bei einem Einspännergeschirr der Linie PUR ist die Halskoppel nicht enthalten, diese müsste man hier dann per Option Kombi nachrüsten, oder besser noch von vornherein einbauen lassen.
  • Wenn ich ein Zweispännergeschirr habe, mit dem ich auch einspännig fahren möchte, fehlen mir hier in der Regel die Trageösen für die Schere. Für alle Sieltec-Geschirrlinien (PUR, PLUS, MARATHON) gilt: Option Kombi heißt in diesem Fall, dass ich eine zweite Unterpolsterung des Kammdeckels bekomme + Scherentrageösen, die ich mittels Schraubschäkeln je nach Bedarf an-und-abbauen kann. Und noch ein Hinweis: Sieltec empfiehlt zum Einspännigfahren immer ein Hintergeschirr - auch bei gebremsten Kutschen.

 

Seitenanfang

Kann man das Brustblatt vom Geschirr auch als Skijöring verwenden? Und umgekehrt?

Ja, natürlich! Das ist ja das Besondere am Sieltec-Geschirr, dass man es leicht in alle Richtungen auf- und umrüsten kann! Um mit einem Brustblatt vom Geschirr Skijöring fahren zu können, braucht man Zugstrangverlängerungen, damit der Mensch mit den Skiern oder Inlinern hinten genügend Abstand hat. Ausserdem braucht man noch Strangträger, damit das Pferd nicht über die Stränge tritt. Aber die sind ja vielleicht sowieso schon vorhanden. Und schon geht's los!   Und umgekehrt natürlich auch! Um ein Skijöring als Brustblatt für ein Einspännergeschirr zu benutzen, braucht man nur die Stränge auf die richtige Länge einzustellen. Dazu ein Selett und ein Hintergeschirr -  und schon hat man ein vollständiges Einspännergeschirr! Viel Spaß! 

Seitenanfang

 

Wie lange gibt es das Geschirr denn schon?


Wir befinden uns nun nach einer längeren Testphase seit 2002 auf dem Markt und sind inzwischen der führenden Kunststoffgeschirrhersteller Deutschlands. Wir liefern europaweit und manchmal auch darüber hinaus. Durch den unmittelbaren engen Kontakt zu vielen unserer sehr zufriedenen Kunden, konnten wir auch deren gereifte Erfahrungen auf fast allen Gebieten des Anspannens und Fahrens und Arbeitens berücksichtigen und einfließen lassen. Vom Schwerstlastzug bis zum leichten Ponysulky hat sich unser Geschirr bestens bewährt.


Seitenanfang


Hat das Geschirr eine Sollbruchstelle?


Nein! Auf keinen Fall bauen wir so etwas ein. Wer das haben will, soll das selbst machen, unsere Geschirre sollen halten, nicht reißen!


Seitenanfang


Kann man das Geflecht im Notfall durchschneiden?


Immer wieder wird von unwissenden Besserwissern die Behauptung aufgebracht: "Bei einem Unfall kann man das Geschirr nicht durchschneiden" Dies ist Quatsch! Erstens müssen wir selbst jeden Tag unsere Hohlgeflechte bei der Verarbeitung ständig zuschneiden und zweitens sollte heute eine Anspannung immer mit Sicherheitsschäkeln ausgerüstet sein, um damit eine "verspannte Lage" schnellstmöglichst entspannen zu können.


Seitenanfang


Kann es Verbrennungen geben?


Dies ist natürlich einfach Quatsch, sorry. Diese "Sorge" geistert immer wieder durch das Netz und entbehrt jeglicher Grundlage. So dass ich hier einfach nicht weiter darauf eingehen möchte.


Seitenanfang


Vielleicht noch ein paar Bemerkungen zur "Maßanfertigung":


Immer wieder (nicht zu oft) erhalten wir enttäuschte bis "verschnupfte" Rückmeldungen über unsere Maßanfertigungen aus dem Paket. Manchesmal passen die Geschirre nicht gleich wie angegossen. Das tut uns dann leid. War aber keine Absicht. Wir versuchen fast alle Maße so einzustellen wie Sie es gemessen haben. Manche Maße stimmen aber eindeutig nicht und wir verändern diese nach unseren Erfahrungen. Auch hier sind Irrtümer selbstverständlich nicht ausgeschlossen. Wir haben also schon jetzt zwei entscheidende Fehlerquellen, die sich auch mal potenzieren können. Für einige Bereiche wie z.B. das Hintergeschirr, fragen wir nicht die Maße ab, da wir "Angst" haben dem Kunden zuviel "Vermesserei" zuzumuten, zumal unsere Hintergeschirre anders verlaufen als die bis dahin üblichen. Diese Stellen müssen Sie also selbst justieren. Sorry. Natürlich funktioniert das alles anders, als gewohnt. Aber das Gute ist doch, dass das möglich ist! Stufenlos! So lernen Sie sich auch gleich ein. Sie müssen keinen nicht vorhandenen Sattler aufsuchen. Wenn es nicht geht, bringen wir das in Ordnung, wir lassen Sie nicht sitzen. Bedenken Sie bitte auch das Preis- Leistungsverhältnis.


Seitenanfang